Die häufigsten Fehler bei Google Ads und wie eine Agentur sie vermeidet

Bei Neukunden sehen wir regelmäßig dieselben Probleme. Nicht weil die bisherige Betreuung besonders schlecht war, sondern weil bestimmte Fehler strukturell gemacht werden, wenn Google Ads nicht mit genügend Tiefe und Erfahrung betreut wird. Die gute Nachricht: Die meisten dieser Fehler sind vermeidbar.

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In der Arbeit mit Online-Shops sehen wir bei Neukunden regelmäßig dieselben Probleme. Die gute Nachricht: Die meisten dieser Fehler sind vermeidbar, wenn man weiß, worauf man achten muss.

Fehler 1: Fehlerhaftes oder unvollständiges Conversion-Tracking

Der mit Abstand häufigste Fehler, den wir sehen, liegt im Tracking. Etwa drei Viertel aller Konten, die wir im Audit prüfen, haben messbare Tracking-Probleme.

Fehler 2: Performance Max ohne Brand-Ausschluss

Performance Max kannibalisiert standardmäßig Brand-Suchen, die du auch ohne Werbung bekommen hättest. Das verzerrt den ROAS systematisch nach oben.

Fehler 3: Unsaubere Shopping-Feeds

Der Produktfeed ist das strategische Herzstück von Shopping-Kampagnen, wird aber oft stiefmütterlich behandelt.

Fehler 4: Zu wenig Negative Keywords

Ohne systematische Pflege der Negativen-Listen verbrennt jedes Google-Ads-Konto über Monate Budget in irrelevanten Suchanfragen.

Fehler 5: Falsche Gebotsstrategien für die vorhandenen Daten

Automatisierte Gebotsstrategien wie Target ROAS brauchen eine bestimmte Menge an Conversion-Daten. Wenn eine Kampagne nur wenige Conversions pro Woche hat, aber auf Target ROAS läuft, entstehen chaotische Schwankungen.

Fehler 6: Alles in einer großen Kampagne

Der Impuls, möglichst viel in eine Kampagne zu packen, führt zu Kampagnen, die strategisch nicht gesteuert werden können.

Fehler 7: Verwaiste oder nicht funktionierende Anzeigen

In vielen Konten finden wir Responsive Search Ads, die vor Monaten eingestellt wurden und seitdem unverändert laufen.

Fehler 8: Keine Berücksichtigung von Margen

Google Ads wird von vielen Agenturen ausschließlich auf Umsatz-KPIs optimiert, ohne zu berücksichtigen, dass verschiedene Produkte unterschiedliche Margen haben.

Fehler 9: Retargeting ohne Ausschluss-Logik

Retargeting ohne Ausschluss für Käufer führt dazu, dass dein Budget in Menschen fließt, die gerade gekauft haben.

Fehler 10: Fehlende Balance zwischen Akquise und Retargeting

Weil Retargeting hohe ROAS-Werte zeigt, wird Budget dorthin verlagert. Die Akquise schrumpft schleichend.

Fehler 11: Keine saisonale Planung

Viele Shops fahren Google Ads das ganze Jahr über nach demselben Muster, ohne für Saisonpeaks strukturell vorzubereiten.

Fehler 12: Unzureichende Dokumentation

Viele Agenturen arbeiten weitgehend undokumentiert. Entscheidungen werden nicht festgehalten, Tests nicht dokumentiert.

Fazit: Die meisten Fehler sind systemisch, nicht individuell

Die Fehler, die wir in Konten immer wieder finden, sind selten das Ergebnis individueller Inkompetenz. Sie sind das Ergebnis systemischer Probleme: zu wenig Zeit pro Konto, zu flache Einarbeitung, zu oberflächliche Prozesse, zu wenig Spezialisierung.