Google Ads Audit: So erkennst du, ob deine Kampagnen Potenzial verschenken

Die meisten Google Ads Konten, die wir von Interessenten analysieren, verschenken zwischen 20 und 50 Prozent Potenzial. Wir erklären, was ein ernsthafter Audit wirklich umfasst, welche Schwachstellen besonders häufig vorkommen und wie du erkennst, ob ein Audit substanziell oder oberflächlich ist.

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Die meisten Google Ads Konten, die wir von Interessenten analysieren, verschenken zwischen 20 und 50 Prozent Potenzial. Nicht weil die bisherige Betreuung schlecht war, sondern weil viele Themen nur mit Abstand und anderen Augen sichtbar werden.

Was ein guter Google Ads Audit umfasst

Ein professioneller Audit geht weit über eine Kontodurchsicht hinaus. Er betrachtet das gesamte Werbesystem: Tracking, Konto-Struktur, Feeds, Kampagnen, Gebotsstrategien, Anzeigen, Zielgruppen und die strategische Ausrichtung.

Tracking-Audit

Jeder ernsthafte Audit beginnt beim Tracking. Wenn die Daten nicht stimmen, sind alle nachgelagerten Analysen wertlos. In unserer Erfahrung finden wir in etwa drei Vierteln aller Konten Tracking-Probleme, die nicht offensichtlich sind, aber Entscheidungen messbar verzerren.

Strukturelles Audit

Die Kampagnenstruktur wird auf ihre strategische Logik geprüft. Ist die Trennung zwischen Brand und Non-Brand sauber? Sind Shopping-Kampagnen sinnvoll segmentiert? Ist Performance Max so aufgesetzt, dass es nicht mit anderen Kampagnen konkurriert?

Feed-Audit

Für E-Commerce-Konten ist der Feed-Audit zentral. Geprüft wird die Qualität der Produkttitel, die Nutzung von strukturierten Daten, die korrekte Zuordnung zu google_product_category und product_type.

Suchterm- und Keyword-Analyse

Eine systematische Analyse der Suchterm-Berichte zeigt, welche Anfragen tatsächlich deine Anzeigen ausgelöst haben. Oft finden sich hier signifikante Mengen an irrelevanten Suchanfragen.

Anzeigen- und Asset-Audit

Die aktuellen Anzeigen werden auf Aktualität, Qualität und Diversität geprüft.

Strategischer Gesamtblick

Am Ende steht die strategische Bewertung: Passt die Gesamtstrategie zum aktuellen Stand des Shops und zu den Unternehmenszielen?

Typische Schwachstellen, die in fast jedem Konto auftauchen

Die erste typische Schwachstelle: Performance Max ohne Brand-Ausschluss. Die Kampagne frisst Brand-Search-Traffic.

Die zweite typische Schwachstelle: unsaubere Shopping-Feed-Titel. Eine systematische Titel-Überarbeitung bringt oft zweistellige Prozent-Steigerungen im Shopping-Umsatz.

Die dritte typische Schwachstelle: vernachlässigte Negative-Keyword-Listen.

Die vierte typische Schwachstelle: schlechtes oder fehlendes Enhanced Conversion Tracking.

Die fünfte typische Schwachstelle: strategische Über-Budgetierung von Retargeting.

Wie du einen guten Audit erkennst

Ein guter Audit ist nicht eine lange Liste generischer Hinweise, sondern eine differenzierte Analyse mit konkreten Handlungsempfehlungen. Der Audit ist spezifisch für dein Konto, nicht generisch. Der Audit priorisiert. Der Audit ist ehrlich über Grenzen. Der Audit hat Konsequenzen.

Wann ein Audit sinnvoll ist

Wenn dein ROAS seit Monaten stagniert. Wenn du mit einer Agentur zusammenarbeitest und dir nicht sicher bist, ob die Betreuung ihr Geld wert ist. Wenn du einen Wechsel in Betracht ziehst. Wenn du dein Budget erhöhen willst.

Fazit: Der Audit als strategisches Werkzeug

Ein Google Ads Audit ist nicht nur eine Fehlersuche, sondern ein strategisches Werkzeug. Er zeigt dir, welches Potenzial in deinen Kampagnen schlummert.